Neue Methoden in der Betrieblichen Gesundheitsförderung: “Mapping”

Freudenberg startet vorbildliches Projekt

 

Während sich viele Europäische Betriebsräte immer noch auf ihre Informations- und Konsultationsrechte beschränken, weisen einzelne Initiativen bereits über den engen gesetzlichen Rahmen hinaus. Ein solches Beispiel ist Freudenberg, ein deutscher Konzern mit 33.000 Beschäftigen, der Gummi- und Kunststoffprodukte für Industrie und Endverbraucher herstellt. Im Herbst 2007 initiierte der EBR ein europaweites Projekt zum betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz: Gefährdungsanalyse mit Hilfe eines Sicherheits- und Gesundheitsmappings.

 

Mehr als 30 Arbeitnehmervertreter aus Deutschland, Großbritannien, Dänemark, Schweden, Spanien, Frankreich, Italien, Ungarn, Österreich und den Niederlanden wurden vom 5. bis 7. November 2007 auf einer Plenumssitzung des EBR als Mapping-Trainer für ihre jeweiligen Länder ausgebildet. In der zweiten Novemberhälfte 2007 fand ein erstes Mapping in Langres (Frankreich) statt. Im Januar 2008 werden Veranstaltungen in Großbritannien und Italien, im Februar 2008 weitere in Frankreich folgen. Später kommen Mappings in den Niederlanden und Österreich hinzu. Der EBR will Ende 2008 eine Auswertung vornehmen.

Das Projekt kann nicht nur zu einem Transfer „guter Praxis“ im Arbeits- und Gesundheitsschutz beitragen, sondern auch die Zusammenarbeit innerhalb des Europäischen Betriebsrates erheblich stärken. Im Interview erläutert der EBR-Vorsitzende Bernd Schneider (Foto), wie die Idee entstanden ist und was andere Europäische Betriebsräte davon lernen können.

 

Derzeit verhandelt der EBR mit der zentralen Leitung ein  Memorandum über die Rahmenbedingungen des Gesundheitsmapping. Wichtig sind ihm dabei vor allem folgende Punkte:

  • Die Durchführung des Mapping erfolgt durch die Arbeitnehmervertretung.

  • Die Mappingtrainer sollen durch externe Berater qualifiziert werden.

  • Das Mapping soll europaweit einheitliche Standards erfüllen.

Entwickelt wurde das Mapping-Konzept von Dr. Heiner Köhnen und es steht über das Trainigs- und Beratungsnetz „euro-betriebsrat.de“ auch anderen Europäischen Betriebsräten zur Verfügung.

 

www.ebr-news.de

 

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