Im Jahre 2020 wird das Durchschnittsalter in Europa bei 40 Jahren liegen – in Deutschland sogar bei über 45. Die Altersgruppe der über 50-jährigen Deutschen wächst bis dahin um 68 Prozent; und ein Viertel der deutschen Arbeitskräfte wird in den nächsten 15 Jahren in den Ruhestand gehen. Für die Wirtschaft bedeuten derartige Tendenzen, dass der Bedarf an qualifizierten Fachkräften voraussichtlich bald nicht mehr gedeckt werden kann. Aber auch Unternehmen in Ländern mit einer jüngeren Altersstruktur wie Brasilien, Indien oder China werden mit alternden Belegschaften und der Herausforderung konfrontiert, ihr Wachstum angesichts eines immer knapper werdenden Arbeitskräfteangebots weiterhin zu halten. Um künftig wettbewerbsfähig zu sein, müssen sich Unternehmen daher bereits jetzt auf die demografischen Risiken in den Märkten, in denen sie agieren, einstellen. Zu diesem Ergebnis kommt die Boston Consulting Group (BCG) in ihrer Studie “Turning the Challenge of an Older Workforce into a Managed Opportunity”, für die weltweit rund 600 Personalmaßnahmen von mehr als 330 Unternehmen analysiert und über 70 Führungskräfte befragt wurden.
Archiv der Kategorie: Europa
Reminder: BGF-Dreiländertagung 24./25.3. 2011
BGF-Tagung Ö -D – CH
Tagungsaviso: Dreiländertagung zur Betrieblichen Gesundheitsförderung 24./25.3. 2011 in St.Gallen
Alle Infos: Programm
IAFOB 2011 – Gesundheits- & Demografiemanagement
Gesundheit – ein Arbeitsleben lang!
Programmauszug Eberhard Ulich Symposium, Sonnthofen 2.-3.3. 2011
Der demographische Wandel lässt unsere Arbeitswelt immer älter werden. Daher geraten verstärkt Fragen danach, wie eine Wertschöpfung durch Ältere bzw. alternsgerechte Arbeitsbedingungen zu gestalten sind, in den Fokus. Arbeit ist zudem nicht nur die Erwerbsarbeit. Daneben stehen viele andere Arbeitsformen, die auch zu einer (Alters-)Sicherung des Lebens beitragen. Auf dem Weg zu einem lebenslangen Arbeiten gilt es, die Sinnhaftigkeit von Arbeit im Auge zu behalten und Rahmenbedingungen für körperliches Wohlbefinden und mentale Ausgeglichenheit zu schaffen.
Dreiländertagung Betriebliche Gesundheitsförderung
BGF-Tagung Ö -D – CH
Tagungsaviso: Dreiländertagung zur Betrieblichen Gesundheitsförderung 24./25.3. 2011 in St.Gallen
Alle Infos: Programm
Workshop: Innovation – Qualität – Arbeit/Gesundheit/Sicherheit
High Level Workshop
Wien 24. – 25.6.2010: „Strategien für Innovation durch mehr Qualität der Arbeit in Europa entwickeln ̶̶ Mess- und Indikatorensysteme zu Arbeitsbedingungen, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz in Europa bilanzieren”
INFO: research
BGF/BGM – Tagung Freiburg
Nationale Tagung für betriebliche Gesundheitsförderung 2010
“BGM – was sichert den Erfolg?” am 2. September 2010, Universität Freiburg (Schweiz)
Die Tagung will Denkanstösse vermitteln und im Einzelnen folgende Themen ausleuchten:
- Motivation zur Gesundheitsförderung: Welche Möglichkeiten haben die verschiedenen Akteure im Betrieb, einen BGF-Prozess zu initiieren und zu steuern?
- Projekte sicher umsetzen: Wie kann die BGF in Management- und andere Systeme eingebettet werden (ASA-System, Balanced Score Card, Management-Systeme, ….)?
- Externe Unterstützung nutzen: Welche Rolle spielen externe Experten in diesem Prozess? Welchen Mehrwert bringt welche berufliche Qualifikation?
- Prozess richtig planen: Wie lässt sich die Unterstützung von oben, von unten und “von der Seite” bis zur Phase der Evaluation sicherstellen?
- Betriebsgrösse berücksichtigen: Welchen speziellen Bedingungen ist in einem Kleinbetrieb, einem mittelgrossen oder grossen Betrieb Rechnung zu tragen?
- Standards etablieren: Welche Qualitätskriterien sind Schweizer Standard?
- Return on Investment: Welche Bedeutung haben Kennzahlen für die Evaluation? Wie lässt sich der Nutzen aufzeigen?
Arbeitsmarkt kippt 2015 – Altersmanagement dringend erforderlich
NEUE STUDIE
Der österreichische Arbeitsmarkt wird 2015 kippen: es wird demnach weniger Berufseinsteiger als altersbedingte Berufsaussteiger geben. Das ist das Ergebnis der Studie Allianz Demographic Pulse.
Demnach wird der Anteil der Jugendlichen von 504.000 auf 467.000 schrumpfen und die Zahl der Älteren von 447.000 auf 478.000 steigen. Problematisch ist, dass mehr ältere Menschen früher in Pension gehen, während gleichzeitig weniger Junge auf dem Arbeitsmarkt nachfolgen.
Erschwerend komme hinzu, dass es auch bei den Erwerbsquoten der österreichischen älteren Arbeitnehmer nicht gut aussieht: in Österreich ist nur etwa jeder fünfte in dieser Kategorie “at work”- damit liegt Österreich im EU- Vergleich auf Platz 18. Das staatliche Pensionssystem wird durch diese Trends stärker unter Druck kommen. Qualifizierten Arbeitskräfte werden mittelfristig Mangelware.
EU-SCREENING: “Arbeitsbedingte psychische Risiken”
| STRESS – RISIKEN
„Das Berufsleben in Europa verändert sich mit zunehmender Geschwindigkeit. Arbeitsplatzunsicherheit, mehrere Jobs oder eine hohe Arbeitsintensität können Stress verursachen und die Gesundheit der Beschäftigten gefährden. Eine ständige Überwachung und Verbesserung der psychosozialen Arbeitsumgebung ist notwendig, damit hochwertige Arbeitsplätze geschaffen werden und die Mitarbeiter gesund bleiben“, erklärte Jukka Takala, Direktor der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz. Neue Technologien, Materialien und Arbeitsprozesse bringen Risiken mit sich. Die Veränderungen erhöhen das Stressniveau und können zu erheblichen Beeinträchtigungen der psychischen und physischen Gesundheit führen. Betroffen sind vor allem Menschen in unsicheren Arbeitsverhältnissen, die unter schlechten Bedingungen arbeiten. Ein weitere Stressfaktor sind unflexible und lange Arbeitszeiten. Über 40 Prozent der Beschäftigten in der EU mit hoher Arbeitsdauer gaben an, dass für sie Beruf und Familie nicht ausreichend vereinbar seien. Ein enger Terminplan, der Abbau von Arbeitsplätzen und die Informationsflut durch neue Kommunikationstechnologien führen bei einer steigenden Zahl von Beschäftigten zu gesundheitlichen Problemen. Zunehmende Risiken sind Gewalt und Mobbing am Arbeitsplatz. Diese treten besonders im Gesundheits- und Dienstleistungsbereich auf. Sinkende Selbstachtung, Angstzustände und Depressionen können die Folge sein. EU-OSHA wird die Ursachen und Maßnahmen zur Vorbeugung von arbeitsbedingtem Stress in einem Workshop im April 2008 näher untersuchen. Daneben sind eine Studie zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit und eine EU-weite Befragung von Unternehmen zum Umgang mit psychosozialen Risiken geplant. Für den Bericht zu neu auftretenden psychologischen Risiken wurden Fachleute aus 13 EU-Mitgliedstaaten, den USA und internationalen Arbeitsorganisationen befragt. Die Zusammenfassung des Berichts auf Deutsch finden Sie hier. Der vollständige Bericht auf Englisch kann unter http://riskobservatory.osha.europa.eu/.. nachgelesen werden. Einen aktuellen Medienbericht zur Thematik finden Sie hier . Diese Webseite ist eine Serviceleistung von www.arbeitspsychologie-online.at . Besuchen Sie auch unser KOMPETENZZENTRUM ARBEITSPSYCHOLOGIE . |
REMINDER – Schweiz:10. Nationale Gesundheitsförderungskonferenz
| Willkommen in Interlaken! Aus Erfahrungen lernen. Erfolge multiplizieren.
Am 24. und 25. Januar 2008 ist es wieder soweit: An diesen beiden Tagen geht in Interlaken die 10. Nationale Gesundheitsförderungskonferenz über die Bühne. Seit der ersten Ausgabe im Jahr 1998 hat sich vieles getan: Die verschiedensten Akteure der Gesundheitsförderung und Prävention konnten viele wertvolle Erfahrungen sammeln. Gesundheitsförderung ist als Thema lanciert und im Bewusstsein der Menschen besser verankert worden. Von der politischen Agenda sind unsere Anliegen nicht mehr wegzudenken. Und: Gesundheitsförderung Schweiz hat sich als Institution etabliert. Mit unserer fokussierten Strategie sind wir daran einiges bereits in die Tat umzusetzen. |
REMINDER: Studie/Vortrag: Arbeitsbedingungen in Europa
| Brigitte JURASZOVICH 4. Europäische Erhebung über Arbeitsbedingungen der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen Die Europäischen Erhebungen über Arbeitsbedingungen werden alle fünf Jahre durchgeführt, die jüngste erfolgte im Jahr 2005 in 31 Ländern. Die Erhebung umfasst ein breites Themenspektrum, u.a. körperliche Risken, Arbeitszeiten, Arbeitsorganisation, Beschäftigungsfähigkeit, Arbeitszufriedenheit, Gesundheitsauswirkungen, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben oder Gewalt am Arbeitsplatz. Im Vortrag werden die Ergebnisse für Österreich im Vergleich mit Gesamteuropa dargestellt Mag. Brigitte Juraszovich ist wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Gesundheit Österreich GmbH – Geschäftsbereich ÖBIG und Projektleiterin der Österreichischen Kontaktstelle zur Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in Europa. 12.12.2007 – 19h s.t. Haus der Soziologie der Universität Wien, Seminarraum 3 |
Studienpräsentation: “Arbeitsbedingungen in Europa”
| Brigitte JURASZOVICH 4. Europäische Erhebung über Arbeitsbedingungen der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen Die Europäischen Erhebungen über Arbeitsbedingungen werden alle fünf Jahre durchgeführt, die jüngste erfolgte im Jahr 2005 in 31 Ländern. Die Erhebung umfasst ein breites Themenspektrum, u.a. körperliche Risken, Arbeitszeiten, Arbeitsorganisation, Beschäftigungsfähigkeit, Arbeitszufriedenheit, Gesundheitsauswirkungen, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben oder Gewalt am Arbeitsplatz. Im Vortrag werden die Ergebnisse für Österreich im Vergleich mit Gesamteuropa dargestellt Mag. Brigitte Juraszovich ist wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Gesundheit Österreich GmbH – Geschäftsbereich ÖBIG und Projektleiterin der Österreichischen Kontaktstelle zur Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in Europa. 12.12.2007 – 19h s.t. Haus der Soziologie der Universität Wien, Seminarraum 3 |
Stiftung Vital – Betriebliche Gesundheitsförderung in Südtirol
Wirtschaftsfaktor „Gesundheit“ – Stiftung „Vital“ zieht BilanzArbeit kann krank machen: Stress und seine Begleiterscheinungen wie Depression und „Burnout“ zählen bereits jetzt schon zu den Berufskrankheiten der Zukunft. Für die Betriebe wird die Gesundheitsförderung ihrer Mitarbeiter zu einer immer größeren Herausforderung, denn mehr Gesundheit trägt auch zu mehr Erfolg bei. In fünf Betrieben setzt die Stiftung seit dem Herbst 2006 den Schweizer Leitfaden KMU-vital für kleine und mittlere Betriebe um: in den Etschwerken, der Salewa-Oberalp-AG, der Thun AG, der Gemeindeverwaltung Bruneck und im Pflegeheim „Altes Spital“ in Kurtatsch.„KMU-vital ist ein ‚Werkzeugkasten’, der den Bedürfnissen der Unternehmen angepasst werden kann. Er umfasst einen Einstiegsworkshop, eine Bedarfsanalyse, Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung und deren Überprüfung“, erklärte Florian Zerzer, Präsident der Stiftung „Vital“ auf der Pressekonferenz. Die fünf Südtiroler Betriebe würden unter anderem Fortbildungen über Ergonomie am Arbeitsplatz und über Stressmanagement anbieten, so Zerzer, „gleichzeitig versuchen sie jedoch auch, ihre Mitarbeiter verstärkt in die Planung von Um- und Neubauten miteinzubeziehen“. In Südtirol bestehe jedoch immer noch „großer Handlungsbedarf“, wie Zerzer neben Josef Rottensteiner, Generalsekretär des Wirtschaftsförderungsinstitutes in der Handelskammer Bozen (WIFO) unterstrich. Eine Umfrage des WIFO belege, dass von 531 befragten Südtiroler Unternehmen „nur 15 Prozent regelmäßig Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung anbieten“, erlärte Rottensteiner. |
Symposium “BGF im europäischen Eisenbahnwesen”
| Erstes internationales Symposium “Betriebliche Gesundheitsförderung im europäischen Eisenbahnwesen” “Die ÖBB nehmen eine Vorreiterrolle bei Gesundheitsförderung und -vorsorge ein. Gesundheitsförderung muss überall dort Platz haben, wo wir leben, arbeiten und lernen., stellte Als Hausherr richtete auch Norbert Bacher, Vizepräsident der Wiener Als ersten Programmpunkt des 1.Tages standen drei Eröffnungsreferate Der zweite Partner des Projekts infra.vital ist die VAEB, für die der “Aus Sicht eines Gewerkschafters und als Rückfragehinweis: |
REMINDER: BGF-Tagung der Stiftung Vital
| Tagung in Bozen,16.11.2007 „Gesundheit als Wirtschaftsfaktor“
Unternehmen, die gesundheitsfördernde Programme umsetzen, geht es besser.
Auch deshalb steht die am 16. November 2007 von der Kontakt:
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Gesundheitspolitische Strategie der EU 2008 – 2013
| Brüssel, den 23. Oktober 2007
Gemeinsam für die Gesundheit – ein strategischer Ansatz der EU für 2008-2013 Die Europäische Kommission hat heute eine gesundheitspolitische Strategie angenommen, die für die Gemeinschaftsmaßnahmen der kommenden Jahre im Gesundheitsbereich richtungweisend ist. Das Weißbuch „Gemeinsam für die Gesundheit – ein strategischer Ansatz der EU für 2008-2013“ legt einen weit gefassten sektorübergreifenden Rahmen fest, der umfassend und kohärent auf eine Vielzahl von Herausforderungen eingeht, vor denen das Gesundheitswesen steht. Er sieht konkrete neue Maßnahmen vor, die unter anderem darauf abzielen, die Abwehr von Gesundheitsgefahren in der EU zu stärken, die Prävention und die Früherkennung von Krebs zu erhöhen und die Bürger mit den Instrumenten auszustatten, die sie benötigen, um aufgeklärte Entscheidungen über ihre Gesundheit treffen zu können. Insgesamt soll die Strategie dazu beitragen, die Gesundheit in einem alternden Europa zu fördern, die EU-Bürger vor Gesundheitsgefahren zu schützen und dynamische Gesundheitssysteme zu unterstützen. Der für Gesundheit zuständige EU-Kommissar Markos Kyprianou erklärte: „Die Europäische Union steht vor neuen Herausforderungen. Ihre Bevölkerung altert rasch, und die jüngsten Erweiterungen haben auch die gesundheitlichen Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten verstärkt. Die Migration, die Freizügigkeit der im Gesundheitswesen Beschäftigten und die Mobilität der Patienten sowie die Risiken, welche von Pandemien und Bioterrorismus ausgehen, stellen zudem weitere Herausforderungen dar. Es ist an der Zeit, dass die EU eine starke umfassende Gesundheitsstrategie erarbeitet. Die neue Strategie wird es uns ermöglichen, die Mitgliedstaaten dabei zu unterstützen, auf der Basis gemeinsamer Grundsätze und Wertvorstellungen eine Vielzahl gemeinsamer Herausforderungen anzunehmen; gleichzeitig werden wir unsere globale Verantwortung im Auge behalten. Letztendlich beruht der Wohlstand der Europäischen Union weitgehend auf dem Gesundheitszustand ihrer Bürger.“ Ziele und Grundsätze Europa muss seine Bürger dringend dabei unterstützen, gesund zu leben, gesund alt zu werden und im Alter aktiv zu bleiben. Gleichzeitig ist es unabdingbar, dass die EU ihre Abwehr gegen Gesundheitsgefahren stärkt. Zudem brauchen die europäischen Bürger bedarfsgerechte leistungsfähige Gesundheitssysteme. Neue Technologien können Leben retten und die Gesundheitsversorgung ernorm verbessern. Deshalb muss die EU den Mitgliedstaaten dabei helfen, in der gesundheitlichen Versorgung zusammenzuarbeiten und Gesundheitstechnologie einzusetzen. Kurz gefasst hat die gesundheitspolitische Strategie folgende Ziele:
Das Weißbuch nennt außerdem eine Reihe sektorübergreifender Grundsätze wie Solidarität, Beteiligung der Bürger an der politischen Entscheidungsfindung und die Notwendigkeit, Benachteiligungen im Gesundheitswesen abzubauen, Investitionen ins Gesundheitswesen zu fördern, die Gesundheitsbelange in alle Politikbereiche einzubeziehen und die Mitsprache der EU in globalen Gesundheitsfragen zu stärken. Vorrangige Maßnahmen und Vorteile für den Bürger Gemäß ihren Grundsätzen und Zielen umreißt die Strategie einen Rahmen, innerhalb dessen Maßnahmen getroffen werden können. Das Weißbuch sieht für die nächsten zwei Jahre 18 konkrete vorrangige Maßnahmen vor. Dazu gehören beispielsweise Vorschläge zum Abbau von Benachteiligungen im Gesundheitswesen und zur Stärkung der Rolle der EU in globalen Gesundheitsfragen. Außerdem sind vorgesehen: eine Erklärung über grundlegende Gesundheitswerte, Initiativen zur Unterstützung der Mitgliedstaaten beim Umgang mit Innovationen in den Gesundheitssystemen und Arbeiten im Bereich seltener Krankheiten. Neue Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit älterer Menschen, zur Gewährleistung sicherer Organtransplantationen und zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz in der EU werden den Bürgern direkt zugute kommen. Im Laufe der Strategiedurchführung sollen weitere Maßnahmen vorgeschlagen werden. Durchführung mittels Zusammenarbeit Zur Durchführung der Strategie in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten und anderen wichtigen Beteiligten sieht das Weißbuch die Schaffung eines Mechanismus der strukturierten Zusammenarbeit vor. Er soll Prioritäten setzen, Indikatoren festlegen, den Austausch vorbildlicher Verfahren erleichtern, Leitlinien erstellen, Empfehlungen aussprechen und Fortschritte bewerten. Die Ergebnisse der Konsultationsprozesse von 2004 und 2007 sowie weitere Informationen über die gesundheitspolitische Strategie finden Sie unter: |
CEFEC-Tagung in Linz
| Die Konferenz der Sozialunternehmen in Europa tagt ab kommendem Donnerstag, 11. Oktober, drei Tage lang in Linz. Mit dem Begründer der New-Work-Bewegung und “Philosophen der Arbeit”, Frithjof Bergmann (USA).
Unter dem Titel „Die Zukunft der Arbeitswelt – Neue Chancen, neue Kultur“ diskutieren an die 250 ExpertInnen aus 14 Ländern wie Spanien, England, Italien, Deutschland, Belgien, Cypern, Finnland, Griechenland, Österreich, Schweiz, Spanien und Portugal in 12 Workshops zu Themen wie “Strategien für eine Integration in die Arbeitswelt” ,“Wege und Umwege vom Sozialstaat zur Kulturgesellschaft” und Alternativen zum herrschenden Arbeitsmarkt. Modellprojekte für “Training & Arbeit für Jugendliche” werden vorgestellt. Von großem Interesse wird auch der Austausch mit den TeilnehmerInnen aus den neuen EU-Mitgliedsländern sein. Das Ziel: Arbeit für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung. Diese europäische Konferenz wird getragen von CEFEC, der “Confederation of European sozial Firms, Employment initiatives and social Co-operatives”. CEFEC ist ein europaweites Netzwerk Sozialer Firmen und NGOs, das jetzt in Linz das 20jährige Bestehen begeht. Allgemeines Ziel von CEFEC ist es, für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung Arbeit zu schaffen. Organisiert wird die diesjährige CEFEC-Konferenz von pro mente Oberösterreich, die am Donnerstag, 11. Oktober, um 14 Uhr im Ursulinenhof in Linz eröffnet wird. |
Symposium BGF im europäischen Eisenbahnwesen
| 08.11.2007 – Symposium Betriebliche Gesundheitsförderung im europäischen Eisenbahnwesen Betriebliche Gesundheitsförderung ist seit einigen Jahren etabliertes Instrument der Reduktion von Arbeitsbelastungen und der Stärkung von Gesundheitsressourcen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit dem Bachelorstudiengang Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung (FH Burgenland) wurde ein Projekt INFRA.vital initiiert, in dessen Rahmen das 2-tägige Symposium stattfindet. Termin: 8. und 9. November 2007 |
MOVE EUROPE – Führung & Gesundheit
| BKK BV: In den vergangenen Jahren hat sich das Verständnis von Gesundheit am Arbeitsplatz rasant weiterentwickelt. Modernes betriebliches Gesundheitsmanagement setzt nicht mehr nur auf Rückentraining und Arbeitsschutz, sondern baut auf eine insgesamt gesundheitsfördernde Unternehmenskultur. Leistungsfähigkeit, Gesundheit und Engagement der Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern – das ist deshalb auch eine anspruchsvolle Managementaufgabe. Dieses Ergebnis ergab eine aktuelle Befragung von mehr als 180 Unternehmen im Rahmen der Kampagne „Move Europe“, die derzeit in 27 europäischen Ländern parallel stattfindet.„Die Förderung des gesundheitlichen Verhaltens mit gezielten Angeboten an die Beschäftigten hat im Unternehmen auf Dauer den besten Erfolg, wenn sie fester Bestandteil einer nachhaltigen Unternehmens- und Personalpolitik ist. Indem wir die Führungskultur entwickeln, bringen wir auch die Gesundheit voran“, so Walter Scheurle, Personalvorstand Deutsche Post World Net.Gesundheitsförderung wird in allen wichtigen Entscheidungen und in allen Bereichen des Unternehmens systematisch und zielorientiert berücksichtigt. Manager tragen neben der Verantwortung für die eigene Gesundheit auch Mitverantwortung für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter. „Es geht darum, aktiv und vorausschauend die gesundheitlichen Gesundheit und Führungsverhalten beeinflussen sich gegenseitig sehr. Die Teilnehmerzahlen am „aktiv.programm“ für Führungskräfte bei OTTO „Move Europe“ ist eine Initiative des Europäischen Netzwerks zur betrieblichen |
Altersmanagement/”Move Europe”
Pressemitteilung vom 29.06.2007
Betriebliche Gesundheitsförderung beugt Arbeitskräftemangel vor – „Move Europe“-Kampagne unterstützt die Beschäftigungsfähigkeit älterer Mitarbeiter
Derzeit wird die Sorge vor einem drohenden Arbeitskräftemangel in Deutschland größer. Die OECD warnt bereits davor, denn der Anteil der Erwerbsbevölkerung schrumpft in Deutschland wesentlich schneller als in anderen Ländern. Insgesamt wird, so die OECD-Prognose, die Zahl der Erwerbsfähigen bis 2020 demografiebedingt um sechs Prozent sinken. Durch die demografische Entwicklung geht vor allem die Beschäftigungsrate jüngerer Arbeitskräfte zurück, der Anteil älterer Menschen am Erwerbsleben wird dagegen eher steigen. Der BKK Bundesverband setzt schon jetzt auf betriebliche Gesundheitsförderung, um ältere Arbeitskräfte fit zu halten.
„Betriebliche Gesundheitsförderung kann entscheidend dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit älterer Mitarbeiter zu erhalten. So können sich Unternehmen auf die demografische Herausforderung vorbereiten und auch über 55-Jährige möglichst lange im Berufsleben bleiben“, so K.-Dieter Voß, Vorstand beim BKK Bundesverband.
Unternehmen werden in Zukunft mehr denn je auf qualifizierte, motivierte und vor allem gesunde Mitarbeiter angewiesen sein. Gefragt sind darum neue Strategien, mit denen Beschäftigte länger in den Arbeitsprozess einbezogen und die Potenziale älterer Arbeitnehmer besser genutzt werden können.
Die Bedeutung betrieblicher Gesundheitsförderung europaweit zu stärken, ist das Ziel von „Move Europe“, einer Initiative des Europäischen Netzwerks für betriebliche Gesundheitsförderung. Gemeinsam stellen sich führende europäische Unternehmen einer neutralen Bewertung ihrer Gesundheitsförderungsmaßnahmen und verleihen der eigenen guten Praxis Modellcharakter für ganz Europa.
Handlungsoptionen finden sich sowohl bei der Verbesserung betrieblicher Rahmenbedingungen, als auch bei Maßnahmen zur Förderung eines gesunden Lebensstils: Ausreichende Bewegung, gesunde Ernährung, Stressabbau und Rauchentwöhnung können die Gesundheit der Beschäftigten – gleich welchen Alters – entscheidend verbessern.
Mittlerweile haben sich fast 200 Unternehmen an der Kampagne beteiligt, eine Vielzahl davon hat sich bereits als Move Europe-Partner qualifiziert. Spezielle Programme richten sich gezielt an ältere Mitarbeiter, etwa „Gesundheitsorientierte Führung im demografischen Wandel“ des Flughafens München oder „Beschäftigungsfähigkeit langfristig erhalten“ der Deutschen Bahn AG. Aber auch die Bertelsmann AG und IBM mit dem Programm „Faktor Fit“ stellen sich den gesundheitlichen Herausforderungen in der Arbeitswelt und haben spezielle Maßnahmen und Gesundheits-Check-ups für Mitarbeiter über 45 entwickelt.
„Move Europe“ ist eine Initiative des Europäischen Netzwerks zur betrieblichen Gesundheitsförderung (ENWHP). Die Kampagne, an der sich Unternehmen aus 27 Ländern beteiligen, läuft zunächst bis 2009. Der BKK Bundesverband koordiniert die Kampagne sowohl in Deutschland als auch europaweit. Interessierte Unternehmen finden auf der Website www.move-europe.de neben dem Fragebogen zur Selbstbewertung auch weitere Informationen, um „Move Europe Partner“ zu werden.
Seit über 200 Jahren versichern und versorgen Betriebskrankenkassen Mitarbeiter von Unternehmen und Betrieben – vom Pförtner und der Verkäuferin über den Fließbandarbeiter und kaufmännischen Angestellten bis zur Leitungs- und Vorstandsebene. Seit der Einführung des freien Kassenwahlrechts haben sich immer mehr Menschen für die BKK entschieden. Über 14 Millionen Menschen, einschließlich der beitragsfrei Familienversicherten, werden heute von 188 Betriebskrankenkassen versorgt
Bericht “IGA-Tagung”
Pressemitteilung anlässlich der EU-Konferenz “Gesundheit und soziale Sicherheit im Lebenszyklus” am 14. Juni 2007 in Berlin
Gesetzliche Krankenversicherung und Unfallversicherung: Deutschland bei der gesundheitlichen Prävention weiter voranbringen
Berlin, 14.06.2007 – Der gesundheitlichen Prävention müssen auch Politik und Unternehmen einen höheren Stellenwert einräumen. Sonst könnten die Alterung der Gesellschaft, die wachsende soziale Spaltung und die Zunahme chronischer Erkrankungen dazu führen, dass Deutschland im europäischen Vergleich bei Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität zurückfällt. Darauf weisen der AOK-Bundesverband, der BKK Bundesverband und die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung anlässlich ihrer europäischen Konferenz “Gesundheit und soziale Sicherheit im Lebenszyklus” hin, die vom 14. bis 15. Juni 2007 in Berlin stattfindet. Mit der Konferenz wollen die drei Institutionen Wege erörtern, um eine gesundheitsfördernde Gesamtpolitik zu gestalten.
Viele EU-Staaten – vor allem die skandinavischen Länder – haben in den vergangenen Jahren der Vorbeugung von Krankheiten eine hohe Priorität in ihrer Politik eingeräumt. Denn europaweit wachsen die Herausforderungen, denen sich die Gesundheitssysteme gegenübersehen. Fast 60 Prozent der Krankheitslast wird in Europa durch eine Gruppe von 7 Risikofaktoren verursacht. Dazu gehören zu hoher Blutdruck, Tabak-, Alkoholkonsum, Fehlernährung und Übergewicht, hohes Blutcholesterin sowie Bewegungsmangel und schädliche körperliche Belastungen. Die dadurch verursachten Krankheiten sind mit medizinischen Mitteln allein jedoch kaum wirksam zu bekämpfen. Viele Länder konzentrieren sich daher darauf, ihre Entstehung zu verhindern, indem sie ihre Bevölkerung aufklären und Prävention in alle Bereiche des Lebens einbinden – von der Bildung bis zur betrieblichen Gesundheitsförderung – sowie in die Gesetzgebung, zum Beispiel beim Nichtraucherschutz.
In Deutschland wenden die gesetzlichen Krankenkassen jedes Jahr mehr als 4 Milliarden Euro auf, um Krankheiten vorzubeugen. Und auch die Berufsgenossenschaften und die Unfallkassen investieren mehr als 800 Millionen Euro – insgesamt 7,6 Prozent ihrer gesamten Aufwendungen -, um Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren vorzubeugen. Trotzdem betreibt bislang zum Beispiel nur ein kleiner Prozentsatz an Unternehmen ein erfolgreiches betriebliches Gesundheitsmanagement.
“Tatsächlich sind wir in Deutschland von einer flächendeckenden Gesundheitsförderung und Prävention noch weit entfernt”, erklärt Dr. Hans Jürgen Ahrens, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes. Krankenkassen und Unfallversicherungsträger führten zwar viele erfolgreiche Projekte durch, diese entfalteten jedoch in der Regel lokale Wirkung.
“Für eine gesamtgesellschaftliche Wirkung reichen die Mittel der Sozialversicherung nicht aus”, meint K.-Dieter Voß, Vorstand beim BKK Bundesverband, mit Blick auf andere EU-Staaten: “Was wir brauchen, ist eine Präventionsarbeit, die den gesamten Lebenszyklus erfasst – also alle Menschen überall und in jedem Alter.” Das bedeute jedoch, dass Präventionsarbeit nicht wie bisher nur als Aufgabe der Sozialversicherung angesehen werden dürfe. Vielmehr müssten gerade die Unternehmen ihr Engagement in der betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention verstärken.
Dem stimmt auch Dr. Walter Eichendorf zu. “Wer in der Prävention nur die Sozialversicherung einspannt, fährt das Rennen um ein besseres Leben mit angezogener Handbremse”, erklärt der stv. Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Dabei sind die bewährten Institutionen des Gesundheitswesens die richtigen Akteure, um diesen Prozess zu steuern, denn bei ihnen paart sich die konkrete Erfahrung vor Ort mit dem gesundheitspolitischen und gesundheitsfördernden Sachverstand.
Europaweite Kampagne: “Pack`s leichter an”
Pack´s leichter an!
Das oberste Ziel der europäischen Kampagne zur Bekämpfung von Muskel- und Skeletterkrankungen ist es, Arbeitgeber/innen, Arbeitnehmer/innen, Praktiker/innen, Präventivdienste, politische Entscheidungsträger und andere Interessengruppen darin zu unterstützen, die Vorbeugung von Muskel- und Skeletterkrankungen am Arbeitsplatz zu verbessern.
Die Kampagne 2007 „Pack’s leichter an!” fördert einen integrierten Managementansatz zur Bewältigung von Muskel- und Skeletterkrankungen, der die Verhütung von Muskel- und Skeletterkrankungen sowie auch die Weiterbeschäftigung, Rehabilitation und Wiedereingliederung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die bereits an Muskel- und Skeletterkrankungen leiden, umfasst.
Dazu gehört:
- Vorantreiben der europäischen Aktion zu Muskel- und Skeletterkrankungen, die bei der ersten Europäischen Woche für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit im Jahr 2000 unter dem Motto „Gemeinsam gegen Muskel- und Skeletterkrankungen” eingeleitet wurde,
- Erweiterung des Themenumfangs der Aktivitäten, die im Rahmen der Europäischen Woche stattfinden, und
- Einbeziehung aller Mitgliedstaaten und EFTA-Länder in die Aktivitäten der Kampagne.
Schwerpunkt und Botschaften
Der Schwerpunkt der Kampagne liegt auf einem integrierten Managementkonzept zur Bewältigung von Muskel- und Skeletterkrankungen.
Dieses integrierte Managementkonzept umfasst zusätzlich zur primären Prävention von Muskel- und Skeletterkrankungen auch die sekundäre und tertiäre Prävention, die auf die Weiterbeschäftigung, Rehabilitation und Wiedereingliederung von Arbeitnehmern mit Muskel- und Skeletterkrankungen abhebt.
Besondere Beachtung sollten multidisziplinäre Ansätze finden, die die Präventionsseite mit der Rehabilitationsseite verknüpfen. Dabei spielt die soziale und organisatorische Unterstützung der erkrankten Arbeitnehmer bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz und bei der Fortführung der Beschäftigung eine wichtige Rolle.
Das integrierte Managementkonzept zur Bewältigung von Muskel- und Skeletterkrankungen umfasst drei Schlüsselelemente, die für seine erfolgreiche Umsetzung wichtig sind:
- Zusammenarbeit von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Behörden bei der Bewältigung von Muskel- und Skeletterkrankungen,
- Orientierung der Maßnahmen an der Gesamtbelastung für den Körper, die zu Muskel- und Skeletterkrankungen führt, und
- erfolgreiche Gestaltung der Weiterbeschäftigung, Rehabilitation und Wiedereingliederung von Arbeitnehmern, die an Muskel- und Skeletterkrankungen leiden oder gelitten haben.
Die Kampagne konzentriert sich auf den „Umgang mit der Last”. Damit ist nicht nur die Last im konkreten Sinne gemeint, sondern auch alle Arten von „Belastungen”, denen der Körper ausgesetzt ist, z. B. durch das zu bewegende Material, durch die Umweltfaktoren, unter denen die Arbeit durchgeführt wird, durch andere Gefährdungen am Arbeitsplatz oder durch das Tempo, in dem eine Arbeit erledigt wird.
In den meisten Fällen führt nicht ein Einzelfaktor allein zur Ausbildung einer Muskel- und Skeletterkrankung. Die manuelle Handhabung von Lasten beispielsweise ist nicht der alleinige Auslöser von Rückenschmerzen, vielmehr kommen viele andere Risikofaktoren hinzu, die Muskel- und Skeletterkrankungen begünstigen, wie z. B. Stress, Kälte oder die Arbeitsorganisation. Deshalb ist es wichtig, das gesamte Spektrum von Risikofaktoren für Muskel- und Skeletterkrankungen zu bewerten und in umfassender Weise anzugehen.
Der Launch zur Europäischen Woche 2007 “Pack´s leichter an” fand am 4. Juni 2007 in Brüssel statt.
Tagung: Empirische Evidenz in der Gesundheitsförderung
Internationale Evidenz in Prävention und Gesundheitsförderung. Chancen für Deutschland?
Datum & Uhrzeit: 23.05.2007 09:00 – 23.05.2007 18:00
Ort: Berlin, Hotel Dorint Novotel, Fischerinsel 12, 10179 Berlin
Die Forderung nach empirischer Evidenz in Prävention und Gesundheitsförderung wird vor dem Hintergrund des angestrebten Präventionsgesetzes immer lauter. Träger und Förderer präventiver Maßnahmen brauchen eine adäquate Entscheidungsgrundlage zur Auswahl bzw. Finanzierung von Interventionen. Zahlreiche Stimmen betonen, dass in Deutschland der Evidenznachweis von Maßnahmen der Gesundheitsförderung unzureichend sei. Gefordert wird der Blick über die Grenzen hinaus. Vor diesem Hintergrund werden international erfolgreiche Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung auf ihre Übertragbarkeit auf Deutschland diskutiert.
Weitere Informationen und Kontakt:
Institut für Gesundheitsökonomie
und Klinische Epidemiologie
der Universität zu Köln
Gleueler Str. 176-178
D-50935 Köln
Tel.: +49.221.46 79 0
Fax: +49.221.43 02 30 4
E-Mail: milly.schroeer@uk-koeln.de
Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz
Diversity Management bei Kraft
Kraft Foods unterzeichnet Charta der Vielfalt / Diversity als Chance
Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben,Frauen im Management oder Mitarbeiter über 45 – das sind Themen, die sich
unter dem Begriff “Diversity” (Vielfalt) zusammenfassen lassen. Am
21. März 2007 unterzeichnete Kraft Foods in Berlin die “Charta der
Vielfalt der Unternehmen in Deutschland”. Mit dieser
Absichtserklärung verpflichtet sich das Unternehmen, Vielfalt
anzuerkennen und ein Arbeitsumfeld ohne Vorurteile zu schaffen. Die
Initiative steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin
Angela Merkel und soll den Gedanken der Vielfalt in der deutschen
Unternehmenslandschaft verankern.
Bei Kraft Foods prägt die Idee von Chancengleichheit und Diversity
schon lange die Unternehmenskultur. Die Zufriedenheit der Mitarbeiter
hat Priorität, deshalb werden bei Kraft Foods unterschiedliche
Lebens- und Arbeitsmodelle mit den Ansprüchen des Unternehmens in
Einklang gebracht. “Bei meiner Entscheidung für Kraft Foods als
zukünftigem Arbeitgeber spielte der Unternehmensgrundsatz – gleiche,
faire Chancen für alle – eine wichtige Rolle”, so Silke Trösch, seit
Januar 2007 Unternehmenssprecherin. “Frauen in Führungspositionen
sind hier ganz selbstverständlich, das hat mich letztlich überzeugt.”
So ist beispielsweise Irene Rosenfeld CEO von Kraft Foods Inc., das
als weltweit zweitgrößtes Nahrungsmittelunternehmen mit Marken wie
Jacobs, Milka und Philadelphia in 150 Ländern vertreten ist. Neben
der Chancengleichheit für Frauen setzt Kraft Foods insgesamt auf eine
nachhaltige Personalpolitik. “Verschiedenartigkeit prägt unsere
Unternehmenskultur und gegenseitige Achtung fördert den Teamgeist”,
fasst Christian Reuver, Director Human Resources zusammen. “Das
Unternehmen hat früh erkannt, dass Diversity wesentlich zum
Unternehmenserfolg beiträgt.” 2004 erhielt Kraft Foods erneut die
Auszeichnung “Bester Arbeitgeber” in Deutschland und Europa, und 2005
war es beim Wettbewerb “Erfolgsfaktor Familie” unter den Top 10 der
prämierten deutschen Unternehmen.
Bereits seit einigen Jahren existiert bei Kraft Foods ein
Diversity Council mit Vertretern aus verschiedenen
Unternehmensbereichen. Es beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit
Themen wie der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, Frauen im
Management, Mitarbeiter über 45, interkulturelles Bewusstsein,
Respekt vor dem Partner, Menschen mit Behinderung und
Gleichbehandlung beschäftigt. In diesen Bereichen existieren bereits
Programme, die den Charta-Gedanken mit Leben füllen: Vereinbarkeit
von Beruf und Privatleben: “Kraft Flex” umfasst Angebote zum
Zeitmanagement, in dem nicht nur flexible Arbeitszeiten möglich sind,
sondern auch Jobsharing (Aufteilen eines Arbeitsplatzes zwischen zwei
Beschäftigten), Tele-Heimarbeitsplätze, Sabbaticals (Auszeit für eine
bestimmte Zeit), Sonderurlaub und Altersteilzeit. Dazu kommt ein
Mitarbeiterservice mit der betriebsnahen Kinderkrippe “Kraft Kids”,
flexibler Kinderbetreuung, Behindertenvertretung und Sozialberatung
sowie Sport- und Entspannungsprogramme. Kraft Foods bietet darüber
hinaus Mitarbeitern in Elternzeit die Möglichkeit zum Dialog: Der
“Round Table” lädt in regelmäßigen Abständen dazu ein, sich über die
aktuelle Entwicklung im Unternehmen zu informieren. Fragen zum
Wiedereinstieg in den Beruf werden ausführlich beantwortet. Kraft
Foods ist zudem der erste Betrieb in Bremen, in dem ein
Führungskräfteseminar zum Thema “Familienfreundliche Führung”
stattfindet.
Frauen im Management: Gleichberechtigung wird bei Kraft Foods
gelebt – das belegen neben dem weiblichen CEO zahlreiche weitere
Frauen in Führungspositionen. Silke Trösch ist in der
Geschäftsführung vertreten und zeichnet als Director Corporate
Affairs für die Öffentlichkeitsarbeit von Kraft Foods für
Deutschland, Österreich und die Schweiz verantwortlich. Anne Lang
verantwortet seit über 25 Jahren in der Geschäftsführung des
Unternehmens den Bereich “Einkauf”. Und Bärbel Thouvenot leitet mit
der Schokoladenfabrik im südbadischen Lörrach den größten
europäischen Schokoladen-Produktionsstandort von Kraft Foods. Um
weiblichen Nachwuchs frühzeitig zu fördern, findet jedes Jahr ein
Mädchen-Zukunftstag, der so genannte “Girls Day”, statt. Die Kraft
Foods Standorte präsentieren sich bundesweit interessierten
Schülerinnen. An diesem Tag kann sich der weibliche Nachwuchs
frühzeitig beruflich orientieren.
Mitarbeiter 45+: Um auszuloten, wie zukünftig die Bedürfnisse der
Arbeitnehmer sein werden, befragte Kraft Foods 2005 die Generation
45+, wie sie ihre berufliche Situation beurteilen. Dabei wurde
deutlich, dass verschiedene Gruppen dieser Generation (Außendienst,
Verwaltung, Produktion) durchaus unterschiedliche Bedürfnisse haben.
So wird es möglich, je nach Zielgruppe passende altersgerechte
Erwerbsbiografien im Unternehmen zu fördern. Betriebliche
Gesundheitsförderung, flexibles Arbeitszeitmanagement und persönliche
Entwicklungsplanung sind Schwerpunkte für eine alternsgerechte
Arbeits- und Organisationsgestaltung.
Interkulturelles Bewusstsein: Als einer der weltweit führenden
Lebensmittelhersteller ist Kraft Foods in mehr als 150 Ländern
vertreten. Die Mitarbeiter sprechen unterschiedliche Sprachen, haben
verschiedene Hautfarben, unterscheiden sich in Glaube und Lebensstil.
Ein multikulturelles Umfeld wird somit täglich praktiziert. Ebenso
ist man sich der Internationalität der Konsumenten bewusst.
Beispielsweise stellt das Unternehmen Listen über Produkte zur
Verfügung, die für die Ernährungsweise von Muslimen geeignet sind.
Respekt vor dem Partner: Ob jemand in einer gleichgeschlechtlichen
oder heterosexuellen Partnerschaft lebt, spielt bei Kraft Foods keine
Rolle. Unabhängig von der Partnerwahl wird der Einsatz im Ausland
gefördert, der Partner des Mitarbeiters bei der Jobsuche unterstützt.
In der Vergabe von Zuwendungen werden keine Unterschiede gemacht.
Menschen mit Behinderungen: Kraft Foods integriert Menschen mit
Behinderung in das Unternehmen. Am Standort Bremen gibt es eine
Vertrauensfrau für Schwerbehinderte, in den Werken gibt der
Betriebsrat Auskunft. Im Löskaffeewerk Bremen-Hemelingen
beispielsweise stehen für Rollstuhlfahrer ein behindertengerechter
Arbeitsplatz und Toilette, abgesenkte Bordsteine, ein
Carport-Stellplatz sowie elektrische Türöffner zu Verfügung.
Gleichbehandlung: Bei Kraft Foods hat man sich der Schaffung einer
professionellen Arbeitsumgebung verschrieben, in der weder
Diskriminierung noch Verhaltensweisen akzeptiert werden, die als
Belästigung, Nötigung oder Störung ausgelegt werden können. Zu den
Unternehmensgrundsätzen gehört es, jedem – unabhängig von Rasse,
Religion, Hautfarbe, Geschlecht, Alter, Nationalität, Familienstand,
sexueller Orientierung, Staatsangehörigkeit und geistiger oder
körperlicher Behinderung – die gleichen, fairen Chancen zu bieten.
Sie gelten auch für Lieferanten, Unternehmer oder Kunden. Die
Diversity-Broschüre von Kraft Foods ist im Internet erhältlich unter:
http://www.kraftfoods.de
Pressekontakt:
Kraft Foods, Sabine Peters-Halfbrodt,
Tel: 0421 / 599-4329
SPeters-Halfbrodt@krafteurope.com
Betriebliche Gesundheitsförderung in Südtirol
| TV: Vital – mehr vom Leben.
Vital nimmt diesmal die betriebliche Gesundheitsförderung in Südtirol unter die Lupe nehmen. Am Beispiel des “Pflegeheim Kurtatsch” zeigt Vital wie motivierend und gesundend gezielte Aktionen sein können. 10.05.07 | Do. > TV: Vital – mehr vom Leben. Zeit: 20.20 Uhr. Wh. Am 11.05. um 21.56 Uhr. TV Rai Sender Bozen. Veranstaltungsort
Zeitraum10.05.2007 20:20 VeranstalterRai Sender Bozen Telefon: 0471 902111
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Konferenz: Prävention und Gesundheitsförderung in Europa
Europäische Konferenz am 14./15. Juni 2007 in Berlin
Im Rahmen der Europäischen Ratspräsidentschaft veranstaltet die Initiative Gesundheit und Arbeit eine Konferenz zum Thema: Gesundheit und soziale Sicherheit im Lebenszyklus – Die Rolle von Prävention und Gesundheitsförderung in Europa”. Die Konferenz bietet eine europäische Plattform für den Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Akteuren der sozialen Sicherheit zur zukünftigen Rolle von Prävention und Gesundheitsförderung. Dabei sollen Beispiele guter Praxis vorgestellt und es soll diskutiert werden, wie Prävention und Gesundheitsförderung erfolgreich in Familie, Ausbildung, Arbeitswelt, Altern und Ruhestand sowie in die unterschiedlichen Bereiche der sozialen Sicherheit integriert werden können. Die Konferenz wendet sich an eingeladene Gäste.
Mehr Informationen finden Sie auf http://www.prevcon2007.eu.
Gesundheitsgipfel Meyer – Kdolsky in Wien
pafl: Gesundheitsgipfel in Wien
(ots) - Vaduz, 3. Mai (pafl) - Gesundheitsminister Martin Meyer traf sich im Rahmen seines Wien Aufenthaltes auch mit Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky. Im Mittelpunkt des Gespräches standen dabei vor allem die Erfahrungen im E-Health Bereich, die Zusammenarbeit zwischen Österreich und Liechtenstein im Spitalwesen und eventuelle Kooperationsbereiche bei der Gesundheitsförderung. Durch die Grenznähe zwischen Österreich und Liechtenstein besteht im Gesundheitsbereich eine seit Jahren enge Zusammenarbeit. Der aktuelle Vertrag über die Zusammenarbeit zwischen Liechtenstein und der Krankenhaus Betriebsgesellschaft Feldkirch läuft Mitte 2007 aus. Ministerin Kdolsky: "Die Zusammenarbeit funktionierte bisher perfekt und ist auch bei Katastrophen entsprechend gesichert. Wir gehen davon aus, dass der Vertrag wieder verlängert wird." Minister Martin Meyer sieht die Verhandlungen über eine weitere Zusammenarbeit ebenfalls optimistisch: "Beide Seiten sind sich einig, es fehlen noch die letzten Unterschriften. Liechtenstein wird auch in Zukunft mit der Krankenhaus Betriebsgesellschaft Feldkirch zusammen arbeiten." Grenzüberschreitende Expertengespräche Martin Meyer und Andrea Kdolsky diskutierten im Gesundheitsministerium auch über eine automatische Zulassung in Liechtenstein von in Österreich dezentral zugelassenen Arzneimitteln. Entsprechende informelle Gespräche laufen bereits intensiv zwischen der Vertretern aus Österreich und Liechtenstein. Beide Länder stehen im Moment mitten in den Verhandlungen mit der Europäischen Kommission. Martin Meyer: "In einem nächsten Schritt werden Expertengespräche über die technischen Details des Verfahrens und Gespräche zu den Verträgen auf juristischer Sicht durchgeführt." Gesundheitsförderung Einigkeit herrschte zwischen den beiden Ministern auch im Bereich Gesundheitsförderung. "Wir können nicht genug für unsere Gesundheit tun." Anknüpfungspunkte für eine verstärkte Zusammenarbeit bei der Gesundheitsförderung gibt es in Zukunft bei den Themen "Betriebliche Gesundheitsförderung" und beim Fonds Gesundes Österreich. Andrea Kdolsky und Martin Meyer waren sich über die Zukunft der Gesundheitsentwicklung einig: "Ein Plus an Lebensqualität und Lebensfreude bis ins hohe Alter soll im Mittelpunkt stehen. Jede und Jeder kann dies durch sein eigenes Verhalten positiv beeinflussen!" Pressekontakt: Presse- und Informationsamt des Fürstentums Liechtenstein Tel. +423 236 67 21 info@pia.llv.li
Gesundheitsgipfel Kdolsky – Meyer
Gesundheitsgipfel in Wien
Gesundheitsministerin Kdolsky empfängt Amtkollegen aus
Liechtenstein
Wien (OTS) – Im Rahmen seines Arbeitsbesuchs in Wien traf der
Gesundheitsminister des Fürstentums Liechtenstein Martin Meyer
gestern, Mittwoch, auf seine österreichische Amtskollegin Andrea
Kdolsky. Im Mittelpunkt des Gespräches standen dabei vor allem die
Erfahrungen im E-Health Bereich, die Zusammenarbeit zwischen
Österreich und Liechtenstein im Spitalwesen und evtl.
Kooperationsbereiche bei der Gesundheitsförderung.
Durch die Grenznähe zwischen Österreich und Liechtenstein besteht
im Gesundheitsbereich eine seit Jahren enge Zusammenarbeit. Der
aktuelle Vertrag über die Zusammenarbeit zwischen Liechtenstein und
der Krankenhaus Betriebsgesellschaft Feldkirch läuft Mitte 2007 aus.
Ministerin Kdolsky: “Die Zusammenarbeit funktionierte bisher perfekt
und ist auch bei Katastrophen entsprechend gesichert. Wir gehen davon
aus, dass der Vertrag wieder verlängert wird”. Minister Martin Meyer
sieht die Verhandlungen über eine weitere Zusammenarbeit ebenfalls
optimistisch: “Beide Seiten sind sich einig, es fehlen noch die
letzten Unterschriften. Liechtenstein wird auch in Zukunft mit der
Krankenhaus Betriebsgesellschaft Feldkirch zusammen arbeiten.”
Grenzüberschreitende Expertengespräche
Martin Meyer und Andrea Kdolsky diskutierten im
Gesundheitsministerium auch über eine automatische Zulassung in
Liechtenstein von in Österreich dezentral zugelassenen Arzneimitteln.
Entsprechende informelle Gespräche laufen bereits intensiv zwischen
den Vertretern aus Österreich und Liechtenstein. Beide Länder stehen
im Moment mitten in den Verhandlungen mit der Europäischen
Kommission. Martin Meyer: “In einem nächsten Schritt werden
Expertengespräche über die technischen Details des Verfahrens und
Gespräche zu den Verträgen auf juristischer Sicht durchgeführt.”
Gesundheitsförderung
Einigkeit herrschte zwischen den beiden Ministern auch im Bereich
Gesundheitsförderung. “Wir können nicht genug für unsere Gesundheit
tun.” Anknüpfungspunkte für eine verstärkte Zusammenarbeit bei der
Gesundheitsförderung gibt es in Zukunft bei den Themen “Betriebliche
Gesundheitsförderung” und beim Fonds Gesundes Österreich. Andrea
Kdolsky und Martin Meyer waren sich über die Zukunft der
Gesundheitsentwicklung einig: “Ein Plus an Lebensqualität und
Lebensfreude bis ins hohe Alter soll im Mittelpunkt stehen. Jede und
jeder kann dies durch sein eigenes Verhalten positiv beeinflussen!”
Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service,
sowie im APA-OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.atRückfragehinweis: Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend
Mag. Jürgen Beilein
Pressesprecher von Bundesministerin Dr. Andrea Kdolsky
Tel: +43/1/71100-4309
Fax: +43/1/71100-14305
mailto:juergen.beilein@bmgfj.gv.at
http://www.bmgfj.gv.at*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS – WWW.OTS.AT ***OTS0087 2007-05-03/10:00
Gedenktag zur Arbeitssicherheit am Bau
Internationaler Tag des Gesundheitsschutzes: Gedenken für
verunglückte Bauarbeiter
GBH: Kranzniederlegung beim Gedenkstein in Wien-Favoriten
Wien (NGB – 27.04.2007 10:30 Uhr)
Anlässlich des Internationalen Tages des
Gesundheitsschutzes wurde auch heuer wieder in Anwesenheit
zahlreicher VertreterInnen aus der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) unter
Leitung des GBH-Bundesvorsitzenden Johann Holper und mit Ehrengästen,
u.a. aus der Bezirksvorstehung von Favoriten, beim Gedenkstein für
verunglückte Bauarbeiter ein Kranz für all jene BauarbeiterInnen ,
die in Ausübung ihres Berufes ums Leben gekommen sind, niedergelegt.
++++
Der Gedenkstein wurde von der Gewerkschaft Bau-Holz gestiftet und
2003 zum Gedenktag für verunglückte Bau- und HolzarbeiterInnen in
Wien-Favoriten enthüllt. Gleichzeitig wurde als Symbol für das Leben
auch ein Blauglockenbaum gepflanzt.
Jedes Jahr kommen weltweit rund 100.000 BauarbeitnehmerInnen bei
ihrer Arbeit ums Leben, noch viel mehr Menschen verletzen sich
erheblich oder erkranken in ihrem Beruf. Oft fehlt es an den
grundsätzlichsten Sicherheitsmaßnahmen.
In Österreich gab es im Jahr 2006 allein in den Bau- und
Holzberufen 111.827 Arbeitsunfälle, davon verliefen 119 tödlich.
Jeder fünfte Arbeitsunfall passiert am Bau, in einem Jahr erleiden
durchschnittlich ca. 80 von 1.000 Beschäftigten in dieser Branche
einen Arbeitsunfall. 2006 wurden allein in der Wirtschaftsklasse
Bauwesen 222 Berufskrankheiten anerkannt. Nicht berücksichtigt sind
hierbei die berufsbedingten Erkrankungen, die ein Vielfaches dieses
Wertes ausmachen.
Gerade SchwerarbeiterInnen leiden zu einem großen Teil an
Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Andreas Huss,
Leitender Sekretär der GBH und für Gesundheit und
ArbeitnehmerInnenschutz zuständig, dazu konkret: “Wir beobachten z.B.
bei Bauarbeitern zahlreiche Fälle von Bandscheibenvorfällen, aber
auch ein starkes Ansteigen von Herz-Kreislauferkrankungen auf Grund
des zunehmenden Zeitdrucks und Stresses auf den Baustellen”. Die GBH
fordert daher eine Evaluierung der Berufskrankheitenliste und die
Aufnahme berufsbedingter Erkrankungen des Stütz- und
Bewegungsapparates und des Herz-Kreislauf-Systems.
“Das Versprechen der Bundesregierung aus dem Regierungsprogramm,
sich verstärkt dem Thema Prävention zu widmen, darf kein
Lippenbekenntnis sein. Das ist ein ausgezeichneter Ansatzpunkt,
dieses Thema offensiv anzugehen”, bestätigt GBH-Bundesvorsitzender
Johann Holper, “Es muss unser Ziel sein, dass die ArbeitnehmerInnen
gesund bis zur Pension arbeiten können. Das würde nicht zuletzt auch
dazu beitragen, FacharbeiterInnen länger im Beruf halten zu können.
Die Zahl der Erwerbsunfähigkeitspensionen macht deutlich, dass viel
zu viele Menschen aus dem Arbeitsleben ausscheiden, weil sie durch
Arbeit krank geworden sind. 2005 mussten zum Beispiel 10.600
KollegInnen auf Grund von Muskel- und Skeletterkrankungen und weitere
fast 9.000 auf Grund psychischer und nervlicher Erkrankungen in
Erwerbsunfähigkeitspension gehen. Wir begrüßen das Versprechen der
Bundesregierung, die Prävention zu forcieren. Für dieses Vorhaben
müssen aber auch ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung
stehen.”
ÖGB, 27. April 2007 Nr. 272
Rückfragehinweis:
Gewerkschaft Bau-Holz
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Sonja Schmid
Tel. 01/40147-246
Fax: 01/40147-314
E-Mail: sonja.schmid@gbh.oegb.or.at
http://www.bau-holz.at
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS – WWW.OTS.AT ***
OTS0104 2007-04-27/10:30
Move Europe – die Kampagne
Mit zunehmendem Wettbewerbsdruck wird die Gesundheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Schlüsselresource zukunftsfähiger Unternehmen und Organisationen aller Branchen. Älter werdende Belegschaften und sinkender Nachwuchs an qualifizierten Arbeitskräften infolge des demografischen Wandels erfordern mehr denn je eine starke Investition in gesunde Lebens- und Arbeitsbedingungen. Es ist offensichtlich, dass einzelne, verhaltensbezogene Interventionen nicht ausreichen, um nachhaltigen Erfolg im Sinne der langfristigen Aufrechterhaltung von Arbeits- und Leistungsfähigkeit zu sichern. Vielmehr wird ein ganzheitlicher Ansatz gefordert, der in der Organisationskultur verankert ist und damit sowohl die Arbeitsumgebung und -organisation als auch das Wohlbefinden aller Beschäftigten mit einbezieht. Gesundheit ist zu einem großen Teil auch eine Konsequenz des Lebensstils: Ungesunde Gewohnheiten, wie mangelnde Bewegung, schlechte Ernährung, Rauchen und Stress gehören zu den maßgeblichen Ursachen für eine Vielzahl chronischer Erkrankungen, die in Deutschland, sowie auch in Europa und weltweit, auf dem Vormarsch sind. Unternehmen spüren die Folgen in Form von Leistungsabfall, nachlassender Produktivität und durch einen hohen Krankenstand ihrer Beschäftigten.
Gleichzeitig rückt der Renteneintritt weiter in die Ferne, Berufstätige arbeiten zunehmend länger und verbringen somit einen beträchtlichen Teil ihrer Lebenszeit am Arbeitsplatz. Der Lebensstil eines Menschen ist also keine reine Privatangelegenheit, sondern wird durch die Arbeit ganz entscheidend mitbestimmt. Arbeit ist für die meisten Menschen mehr als nur eine Einkommensquelle. Sie hat eine zentrale Bedeutung für soziale Kontakte und beeinflusst das Selbstwertgefühl. Somit ist der Arbeitsplatz ein idealer Ort, um einen gesunden Lebensstil zu fördern. Als Unternehmen können Sie dazu beitragen, Ihre Beschäftigten die gesamte Laufbahn hindurch gesund und arbeitsfähig zu erhalten, indem Sie am Arbeitsplatz die Rahmenbedingungen schaffen, die einen gesunden Lebensstil Ihrer Belegschaft unterstützen. Gesundheit zahlt sich aus! Studien zeigen, dass mit jedem in betriebliche Gesundheitsförderung investierten Euro Krankheitskosten zwischen 2,50 Euro und 4,80 Euro eingespart werden können.
Das Ziel der Kampagne Move Europe ist es, die Bedeutung betrieblicher Gesundheitsförderung europaweit zu stärken. Unter der Schirmherrschaft von Hartmut Mehdorn (Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG) sowie unterstützt durch den Medienpartner Financial Times Deutschland treten Unternehmen und Institutionen öffentlich für moderne Primärprävention ein. Im Mittelpunkt steht die Förderung eines gesunden Lebensstils in der Arbeitswelt mit einem Fokus auf:

